Viele Verletzte nach schwerem Frontalzusammenstoß

Erneut ist es in Lüdenscheid zu einem Frontalzusammenstoß mit zahlreichen Verletzten gekommen.

Lüdenscheid. In der Nacht zu Samstag (22. Januar) sind auf der Altenaer Straße um 1.45 Uhr ein BMW und ein vollbesetzter VW Golf kollidiert. Während der 20-jährige Fahrer des BMW und seine 27 Jahre alte Beifahrerin lediglich leichte Blessuren erlitten, wurden in dem aus Ibbenbüren stammenden VW zwei Insassen schwerverletzt. Betroffen waren eine 38-Jährige, die auf dem Beifahrersitz saß, sowie eine 36-Jährige, die mit zwei kleinen Kindern auf der Rückbank mitfuhr. Der einjährige Junge und das vier Jahre alte Mädchen sind aber lediglich vorsorglich ins Krankenhaus gekommen. Auch der 18-jährige Fahrer des Golfs erlitt lediglich leichte Verletzungen.

Die hohe Zahl der Betroffenen zeigte sich erst im Laufe des Einsatzes. Zunächst war lediglich von einem Verletzten die Rede. Später wurde sogar „ManV5“ ausgerufen, ein Massenanfall von Verletzten. Auch der Leitende Notarzt des Märkischen Kreises wurde alarmiert. Nachdem die Feuerwehrleute die Unfallstelle abgesichert und die typischen Aufgaben wie das Abklemmen von Batterien und Abstreuen von ausgelaufenen Flüssigkeiten erledigt hatten, wurden die Einsatzkräfte für die Unterstützung des Rettungdienstes gebraucht. Die Verletzten wurden untersucht und anschließend mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser nach Lüdenscheid, Werdohl und Iserlohn gefahren.

Der Unfallhergang ist nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler merkwürdig. Beide Autos hätten sich in der Mitte der Fahrbahn getroffen, erklärte die Polizei. Nach Spurenlage seien beide Fahrzeuge zu weit links gefahren. Die Beamten müssen nun durch Spurenauswertung und Zeugenaussagen ermitteln, warum es in der Kurve nahe der Einmündung zur Gevelndorfer Straße zu dem Unfall kam.

Der entstandene Sachschaden ist erheblich, beide Autos wurden abgeschleppt. Die Altenaer Straße war bis 3.40 Uhr voll gesperrt.