Unfall B229: Kradfahrer verletzt sich schwer

Ein Kradfahrer erlitt nach einer Kollision mit einem Pkw auf der B229 bei Halver-Oeckinghausen so schwere Verletzungen, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen wurde.

Nach Angaben der Polizei geht der Notarzt allerdings nicht von Lebensgefahr aus, der Biker war auch noch ansprechbar. Der Unfall ereignete sich gegen 13 Uhr an der Kreuzung zur L868: Ein 25-jähriger Autofahrer befuhr die B229 von Halver in Richtung Brügge, und hielt an der Kreuzung, um nach links in Richtung Schalksmühle abzubiegen. Plötzlich fuhr er an, obwohl ihm ein Motorrad entgegenkam. Der 39 Jahre alte Biker aus Lüdenscheid machte noch eine Vollbremsung, konnte aber den Zusammenstoß nicht mehr verhindern und prallte mitsamt seiner Aprilia zunächst gegen den Mercedes. Während das Motorrad liegenblieb, wurde er noch über das Auto geschleudert und flog rund 20 Meter durch die Luft.

Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass der Motorradfahrer keinesfalls zu schnell unterwegs war, und der Mercedesfahrer aus Gladbeck diesen rechtzeitig hätte sehen müssen: „Wir haben hier 15 Meter Bremsspur des Motorrades. Das deutet nicht auf zu hohe Geschwindigkeit hin“, erklärt ein Polizeibeamter an der Unfallstelle. Erlaubt sei maximal 60 Stundenkilometer. Der Gladbecker und seine Beifahrerin blieben unverletzt, der Motorradfahrer wurde von der Luftrettung in die Unfallklinik Dortmund-Nord geflogen.

An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, den die Polizei auf insgesamt rund 15.000 Euro schätzt. Der ältere C-Klasse-Mercedes war zumindest noch rangierbereit und konnte selbständig aus dem Gefahrenbereich fahren. Eine Weiterfahrt ins Ruhrgebiet haben die Beamten aber untersagt, da das Auto andere Verkehrsteilnehmer durch herabhängende oder abstehende Teile gefährden würde.

Aus dem Krad sind erhebliche Mengen Betriebsmittel ausgelaufen, die von der Feuerwehr unschädlich gemacht werden mussten. Insgesamt dauerte es rund zwei Stunden, bis die Bundesstraße nach Rettung und Unfallaufnahme wieder freigegeben werden konnte. Bis dahin bildeten sich lange Staus, denn es war eine Vollsperrung nötig.