„Traffic Deadline“: Drastische Aufklärung

Polizei, Rettungsdienst, mehrere Feuerwehrautos - es war ein ungewöhnliches Bild am Freitagmorgen am Eugen-Schmalenbach Berufskolleg.

Halver/Lüdenscheid. Glücklicherweise ist nichts passiert, denn genau das wollen die Anwesenden verhindern. Bei der Aktion „Traffic Deadline“ berichten Einsatzkräfte über ihre Erlebnisse bei Verkehrsunfällen und wollen die Schüler auf diese Weise sensibilisieren.

Junge Fahranfänger sind eine der größten Gruppen von Unfallverursachern – ihnen fehlt die Fahrerfahrung und teilweise auch das Situationsbewusstsein und die Selbsteinschätzung, wissen die Einsatzkräfte. Aus diesem Grund geht die Aktion gezielt an die Schulen.

Milo Crico und Dominik Kircheis vom Rettungsdienst des Märkischen Kreises stellten vor, wie Patienten versorgt werden und wie ein Notruf abgesetzt wird.

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Bis die beiden jedoch zum Zuge kommen können, muss erst die Feuerwehr tätig werden. Die Kameraden der Löschzuge Stadtmitte und Oberbrügge-Ehringhausen hatten schweres Gerät dabei. Jeder der Schüler konnte einmal die knapp 10 Kilogramm schwere hydraulische Rettungsschere in die Hand nehmen. Auch die Erfahrung, auf einem speziellen „Wirbelsäulenbrett“ möglichst schonend durch die Gegend getragen zu werden, konnten die Schüler machen.

Doch damit die Schülerinnen und Schüler bestenfalls gar nicht erst in die Situation kommen, Hilfe wie diese in Anspruch nehmen zu müssen, möchte die Polizei mit einigen Einsatzberichten sensibilisieren: Alkohol und Drogen am Steuer – eine gefährliche Kombination.

Timo Freiberg, Polizeioberkommissar. – Foto: ESBK
Foto: Freiwillige Feuerwehr Halver

Teil der Veranstaltung war zudem die Notfallseelsorge des Märkischen Kreises. Unter dem Titel „Unfälle gehen an die Nerven“ berichteten auch die ehrenamtlichen Seelsorger von ihren Erlebnissen mit Unfallopfern.

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