Neuer Pilgerweg Sauerland-Camino

Pilgern ist auch immer eine Reise ins Innere, die durch das Laufen beflügelt wird – und ein Streckenabschnitt des Sauerland-Camino führt jetzt durchs Südmärkische.

Meinerzhagen. Schon im Mittelalter zogen Pilger aus dem Norden und Osten Europas nach Santiago de Compostela in Spanien. Über den ehemaligen Römerweg geht es von Paderborn durch das Sauerland bis nach Elspe. Dort trifft der Jakobsweg auf die Heidenstraße bis Meinerzhagen und führt dann durch das Bergische Land ein Stück über den Elisabethpfad bis nach Köln. Der komplette Weg ist mit der Pilgermuschel gekennzeichnet und bietet auf seiner Wegstrecke nicht nur wunderschöne Landschaften sondern auch viele historische Sehenswürdigkeiten.

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Der Pilgerweg vom Paderborner bis zum Kölner Dom führt die Pilger über 137 Kilometer von Marsberg im Nordosten des Sauerlands bis hin nach Meinerzhagen ganz im Westen und gilt als einer der schönsten Abschnitte zwischen diesen beiden großen Pilgerzielen. An der Jesus-Christus-Kirche endet der Sauerland-Camino, und dort können die Pilgernden auch einen Stempel für ihr Pilgerheft erhalten (immer während der Öffnungszeiten der Kirche – täglich von 10 bis 16 Uhr).

Die Route des Camino selbst ist auf Basis von historischem Kartenmaterial entwickelt worden, und so läuft man zunächst über einen Römerweg, der für den Fernhandel genutzt wurde, später über die Heidenstraße, die in ihrer mehr als 1000-jährigen Geschichte als Heer- und Handelsroute Meinerzhagen anband. Am Wegesrand können die Wanderer an zahlreichen Kapellen und Heiligenhäuschen, Wegkreuzen und Bildstöcken gelebte Geschichte nachempfinden.

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Unterkünfte speziell für Pilger auch in Meinerzhagen und Valbert

Wer pilgert, braucht nachts ein Dach über dem Kopf. Auch daran haben die Initiatoren des Sauerland-Camino, darunter der Sauerland-Tourismus, der Sauerländer Heimatbund, die beteiligten Kommunen sowie die Fachhochschule Südwestfalen, gedacht: Insgesamt 32 Übernachtungsbetriebe bieten den Pilgern eine Herberge.

In Meinerzhagen und Valbert finden sich sogar zehn Gastgeber, die sich auf ihre Bedürfnisse und Wünsche eingestellt und die blaue Plakette mit der gelben Muschel auf ihrer Hauswand angebracht haben. Das bedeutet zunächst einmal – ganz wichtig nach einem langen Tag zu Fuß – dass die Herbergen nicht weiter als zwei Kilometer von der Wegstrecke entfernt liegen.

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Die Pilger können sich bei ihrer Voranmeldung über die Gegebenheiten der Herberge informieren; die Gastgeber sind sehr bemüht, den speziellen Bedürfnissen gerecht zu werden: Oft steht ein Trockenraum für nasses Gepäck und feuchte Kleidung zur Verfügung; auch die Verpflegung wird nach Absprache vorbereitet. Außerdem stehen in den Häusern Informationen zum Pilgerweg und dem Pilgern selbst bereit.

„Wir freuen uns sehr, dass wir hier in Meinerzhagen als Etappen- bzw. Start/Endpunkt Teil dieses wunderschönen Pilgerwegs sind“, findet Sandra Clemens, Leiterin Tourismus bei der Stadt Meinerzhagen. „Pilgern geht noch ein Stück weiter als Wandern, man findet zu sich selbst und sucht den Einklang mit sich und der umgebenden Landschaft. Gemeinsam mit den Gastgebern hier in Meinerzhagen wollen wir unseren Teil dazu gerne beitragen, dass diese Reise zu sich selbst gut und erfüllend wird.“

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