Großeinsatz: Busfahrerin meldet gewaltbereite Passagiere

Die Autofahrer, die hinter der Einsatzstelle im Stau standen, müssten angesichts des Polizei-Aufgebotes Schlimmstes befürchtet haben. Ein Bus für den Schienenersatzverkehr der Linie RB52 stand an der Haltestelle Dahlerbrück und war von Streifenwagen und Polizeibeamten umzingelt.

Gegen 22 Uhr kam am Freitag, 29. Oktober, ein Notruf von der Fahrerin des Busses. Sie meldete, etwa 20 bis 30 vermutlich gewaltbereite Passagiere an Bord zu haben. Für die Polizei Grund genug, etliche Kräfte zur Volmestraße zu schicken.

Doch vor Ort stellte sich die Lage als wesentlich harmloser heraus: „Es waren offenbar wirklich viele Fahrgäste sehr laut, haben herumgegröhlt und heftig getrampelt“, erklärt ein Sprecher der Polizei. Eine Gemengelage, die die Fahrerin einfach nicht gut überblicken konnte.

„Busfahrer müssen während der Fahrt nach vorn schauen, und wenn da so eine Geräuschkulisse herscht, wirkt das schon sehr bedrohlich“, so der Polizeisprecher.

Obgleich einige der Passagiere kein feines Benehmen an den Tag legte, blieb für die Beamten, die teils auch in Zivil zu der Haltestelle an der B54 ausrückten, nichts zu tun. Straftaten waren keine zu verzeichnen, trotz möglicher Corona-Verstöße. Doch auch hier ergab sich nichts Stichhaltiges. Daher konnten die ersten Kräfte bereits nach einer guten halben Stunde wieder einrücken, und auch die Autofahrer im Rückstau waren spürbar erleichtert.