Bulgarischer Transporter aus dem Verkehr gezogen

Am Montag, 25. April, kontrollierten Beamte des Verkehrsdienstes Süd um 16.50 Uhr auf der Brunscheider Straße / Bellmerei in Lüdenscheid einen in Bulgarien zugelassenen Kleintransporter mit Ladepritsche.

Lüdenscheid. Der LKW mit dem 48-jährigen bulgarischen Fahrzeugführer fiel den Beamten auf, weil die Beleuchtung verändert worden war. Im vorderen Bereich war eine nicht zulässige Xenon-Beleuchtung nachgerüstet. Den seitlichen Unterfahrschutz des Wagens hatte man kreativ, jedoch vom Anprallschutz her instabil, aus Trockenbauprofilen gebaut. An diesen Leichtbau-Aluprofilen wurde nicht zulässige Seitenmakierungsleuchten angebracht.

Weiterhin konnten an dem Fahrzeug zahlreiche Korrosionsstellen festgestellt werden. Diese befanden sich an der Karosserie und an tragenden Rahmenteilen. Die Feststellbremse war nicht funktionstüchtig.

Im Motorraum wurde ein starker Ölverlust vorgefunden. An der Batterie des LKW waren stromführende Kabel ohne Isolierung befestigt. Daraufhin wurde der LKW einer Prüforganisation in Lüdenscheid zugeführt. Hier wurde eine technische Untersuchung durchgeführt. Im Rahmen der Überprüfung der Bremsen platzte auf dem Bremsenprüfstand die Bremsleitung. Ab diesem Zeitpunkt war keinerlei Bremswirkung mehr vorhanden.

Der LKW wurde durch einen Sachverständigen als verkehrsunsicher eingestuft. Nicht nur die Bremsanlage war anschließend ohne Funktion, auch die Motorelektronik versagte, sodass das Gefährt nicht mehr eigenständig die Prüfanlage verlassen konnte.

Die Kennzeichen und die Zulassungsbescheinigung wurden vor Ort sichergestellt und werden über das bulgarische Konsulat der dortigen Zulassungsstelle übersandt.

Eine Sicherheitsleistung in Höhe von 270 Euro wurde vor Ort erhoben.