Betrunkene leisten Widerstand – Vier Polizeibeamte verletzt

Vier Polizeibeamte wurden am Wochenende bei Auseinandersetzungen mit alkoholisierten Personen verletzt.

Märkischer Kreis. Der laut Polizei heftigste Fall ereignete sich am Samstagabend in Lüdenscheid am Nelkenweg. Ein zunächst Unbekannter schlug unvermittelt auf einen ihm entgegenkommenden 38-jährigen Passanten ein. Zeugen berichteten der Polizei später, wie der Angreifer mit einem Gegenstand in der Hand auf das am Boden kniende Opfer einprügelte und eintrat. Als sich die Zeugen einmischten, bedrohte der Angreifer auch sie, rannte aber mit nur einem Schuh an den Füßen in die Straße „Im Eichholz“.

Das schwer verletzte Opfer gab an, den Angreifer flüchtig vom Sehen zu kennen. Die Polizei entdeckte den Mann mit dem einen Schuh kurz vor 22 Uhr auf der Straße. Den Sachverhalt vernünftig mit Worten zu klären, war unmöglich. Immer wieder baute sich der 29-Jährige mit geballten Fäusten vor den Polizeibeamten auf. Als seine Mutter auftauchte und er auf sie losging, gingen sie dazwischen. Er verpasste drei Polizeibeamten diverse Prellungen, Bisse und Kratzer. Er trug eine Hantelscheibe, eingewickelt in eine Socke, bei sich. Die Polizeibeamten überwältigten ihn, brachten ihn ins Gewahrsam und schrieben Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Polizei bringt Meinerzhagener ins Gewahrsam nach Lüdenscheid

Gegen 23 Uhr entdeckte eine Polizeistreife an der Oststraße in Meinerzhagen eine hilflose Person. Der erheblich alkoholisierte Mann lag auf dem Seitenstreifen. Die Polizeibeamten brachten den 50-Jährigen nach Hause. Um 0.20 Uhr begegnete er den Polizeibeamten erneut: Diesmal auf der Heerstraße. Er versuchte, sich in einem Gebüsch zu verstecken. Die Polizeibeamten zogen raus und setzten ihn wieder in ihren Wagen. Dort trat er fortwährend gegen Türen, versuchte, den Polizeibeamten Kopfstöße zu verpassen und sie anzuspucken und beleidigte und bedrohte sie („Fotzen, ich ficke euch…, ich finde euch und mache euch fertig“).

Diesmal ging die Fahrt nach Lüdenscheid ins Gewahrsam – zur Verhinderung weiterer Straftaten. Bereits am Abend zuvor hatte ihn die Polizei nach einem heftigen Streit aus der Wohnung seines Sohnes verwiesen und eine Anzeige gegen ihn wegen Körperverletzung geschrieben. Nun kamen weitere Anzeigen hinzu: Bedrohung, Beleidigung auf sexueller Grundlage, Sachbeschädigung an Kfz und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Streit zwischen betrunkenen Brüdern

Kurz nach 2 Uhr am Sonntag wurde die Polizei zur Timbergstraße in Lüdenscheid gerufen, wo sich zwei alkoholisierte Brüder (nicht zum ersten Male) in die Haare geraten waren. Der Ältere (45) verpasste seinem jüngeren Bruder (40) mehrere Faustschläge. Der Angreifer wollte jedoch die Wohnung des Jüngeren nicht verlassen. Die Polizeibeamten sprachen eine formelle Wohnungsverweisung aus und drohten ersatzweise an, ihn ins Gewahrsam mitzunehmen. Er weigerte sich und beleidigte die Polizeibeamten. Die brachten ihn unter heftiger Gegenwehr aus der Wohnung. Unter wüsten Beleidigungen und Bedrohungen („Hurensöhne, Wichser, Penner, ich ficke deine Mutter, Irgendwann stehe ich hinter euch, …“) transportierte ihn die Polizei ins Gewahrsam.

Vorfall an der Glatzer Straße in Lüdenscheid

Bereits am Samstagmorgen gegen 3.30 Uhr baten Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Glatzer Straße in Lüdenscheid die Polizei um Hilfe, weil aus einer Wohnung extrem laute Musik schallte. Als Polizeibeamte anklopften, drohte ihnen der Verursacher, sie „durch die Tür hindurch abzuknallen“. Darauf zogen sich die Polizeibeamten zurück und orderten Verstärkung. Der 45-Jährige flüchtete in einen benachbarten Park, wo er auf einer Treppe stürzte. Die Polizeibeamten überwältigten ihn. Er beleidigte sie als „Pisser“. Angesichts des erheblichen Aggressionspotenzials brachten die Polizeibeamten ihn mit Sonder- und Wegerechten ins Gewahrsam nach Iserlohn. Sie schrieben Anzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung. Eine Schusswaffe wurde nicht gefunden.

Mehrere Strafanzeigen für einen Iserlohner

Am Freitag handelte sich ein 26-jähriger Iserlohner mehrere Strafanzeigen ein. Der stark alkoholisierte Mann taumelte gegen 21 Uhr mit einer offenen Flasche Sekt in eine Pizzeria an der Gartenstraße. Als ihm der Inhaber den Zutritt verwehrte, spuckte ihm der 26-Jährige ins Gesicht und griff ihn mit der Flasche in der Hand an. Der Inhaber wusste sich zu wehren und drängte ihn weg. Ein Autofahrer beobachtete die Szene, griff ein und bekam einen Faustschlag ins Gesicht. Mit vereinten Kräften hielten die Männer den 26-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei auf dem Straßenasphalt liegend fest. Er versuchte, auch die Polizeibeamten zu bespucken und beschimpfte sie als „Hurensöhne“ und „Bullenschweine“. Die Polizei brachten ihn ins Gewahrsam, wo er einem Polizeibeamten einen heftigen Tritt gegen das Schienbein verpasste. Eine Ärztin untersuchte den erheblich alkoholisierten jungen Mann und entschied, ihn ins Krankenhaus bringen zu lassen. Die Polizei begleitete den Rettungswagen. Auch im Krankenhaus war der Mann nicht beruhigen. Die Polizei schrieb Anzeigen wegen: Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen und Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung.